Guten Morgen liebe Freunde,
am Wochenende habe ich mir dank frühzeitigem Zugang das neue Star Wars: The Old Republic - AddOn "Knights of the Fallen Empire" angeschaut. Es hat sich eine ganze Menge getan, doch bevor ich dazu komme noch ein kleiner Hinweis: Dieser Text richtet sich vornehmlich an die Damen und Herren, die das Spiel kennen und einigermaßen damit vertraut sind. Ich werde darauf verzichten, benutzte Szenebegriffe zu erklären. Anglizismen sind in einem solchen Text ebenfalls Pflicht, also bitte nicht wundern.
"Knights of the Fallen Empire" (oder kurz: KotFE, keine Ahnung, ob das Absicht ist, dass das klingt, als würde jemand, der lispelt, "Kotze" sagen) bringt wohl die umfangreichsten Änderungen aller bisher erschienener Updates mit sich. Das bezieht sich nicht nur auf die Story und den neuen Content, sondern ebenso auf die weitreichenden Veränderungen des restlichen Inhalts. Dass davon nicht alle bildschirmfesselnd sind, versteht sich von selbst.
Beginnen wir mit dem neuen Begleitersystem und einer kleinen, nicht sonderlich schwerwiegenden SPOILER-WARNUNG. Die Begleiter und die Crewfähigkeiten sind nicht mehr in einem Fenster zusammengefasst. Letztere finden sich unter "B" und sehen aus wir früher, Begleiter auswählen muss man jetzt allerdings über ein neues Fenster, welches etwas übersichtlicher ist und vor allem mehr Platz bietet. Und der ist auch nötig. Zu Beginn der Geschichte von KotFE werdet ihr sämtliche, bisher mühsam erspielte Begleiter verlieren oder zeitweilig nicht zur Verfügung haben. Mit KotFE beginnt auch für euren Charakter ein neues Kapitel. Ein äußerst einschneidender Schnitt. Im weiteren Verlauf der Geschichte werdet ihr jedoch neue Freunde gewinnen - wesentlich mehr als vorher - und die meisten davon, können euch im Kampf zur Seite stehen.
Und das tun sie. Ebenfalls mehr als vorher. Viel mehr. Dass die Gefährten aktuell völlig overpowert sind, ist fast noch eine Untertreibung. Warum das so ist? Ihr stattet die Kameraden nicht mehr aus. Ihr könnt ihnen zwar in den möglichen Slots entsprechende Gegenstände reinlegen, jedoch erfüllen diese rein optische Zwecke. Die Fähigkeiten und Attribute hängen einzig von deren Stufe, ihrer Zuneigung euch gegenüber und der Rolle, die ihr ihnen zuweist, ab.
Richtig gelesen! Ob ein Gefährte jetzt Tank, Damage Dealer oder Heiler ist, hängt davon ab, was ihr für ihn festlegt. Das funktioniert bequem in der Crewverwaltung oder per Dropdown-Menü über dem Protrait. Ihr wollt, dass Khem Val euch heilt? Ihr findet, die kleine Vette soll gefälligst tanken? Legt das fest und die Freunde machen das. Und zwar sehr gut. Zu gut! Das Leveln wird so zum absoluten Kindergartentrip, auch wenn ich die Idee persönlich sehr gut finde: Hier muss noch deutlich am Balancing gearbeitet werden. Insgesamt wird hier eine Menge an Tiefe aus dem Spiel genommen, was sehr ärgerlich ist. Nicht nur wegen der Kosten und Marken, welche man in das Gear des Kameraden gesteckt hat.
Wer von euch übrigens dachte: "Ach super, hab ja meine Mako auf 10.000 Zuneigung. Dann geht die bestimmt richtig ab!" - Pustekuchen! Dann hat sie jetzt die Zuneigungsstufe 10. Von 50. Viel Spaß beim Geschenkekaufen :) (Aber keine Sorge, sie geht auch so richtig ab!)
Gestern Abend habe ich dann mal meine Level-26-Tankette ausgepackt und dachte mir, dass ich nach dem ganzen Inventarneuordnen und Schrottverkaufen doch mal nen Flashpoint laufen könnte. Habe mich außerdem mit neuen Equip ausgestatten und auf Schaden umgespecct (mit nem Heal als Begleiter nicht zu töten (wirklich nicht. So dumm kann man sich gar nicht anstellen)).
Dabei ist mit dann was neues Schönes aufgefallen: Sämtliche FPs (nicht Hardmode oder Nightmare) sind jetzt taktische FPs.
Tja... Wie sag' ich das jetzt... Wenn ich allein oder mit Micha in einer Randomgruppe FPs laufe, ist meist immer was Witziges dabei. Pullende DDs, unfähige Tanks oder Ninja-Looter sind nur einige Beispiele. Aber wenn jetzt jeder FP "taktisch" ist, das heißt also, dass die klassische Rollenverteilung und Abstimmung auf Tank, Heal und 2 DDs nicht mehr notwendig ist, dann wird da mit Sicherheit noch mehr Mist zusammen laufen. Demnächst werden wir also ganz bestimmt mal wieder eine Aufnahme machen!
Jedenfalls kommt es, wie es kommen musste: Wir sind 4 DDs im Mahlstrom-Gefängnis. Die Level spielen übrigens keine besondere Rolle, alles wird auf Level 65 hochskaliert. War durchaus knackig, ging aber. Am heftigsten fand ich jedoch, dass ich (unter Mitnahme sämtlicher Dailies und Weeklies, ausgeruhter EP etc.) am Ende auf Level 30 rauskam. Nach einer dreiviertel Stunde FP-Laufen.
Da kann sich jetzt jeder seine eigene Meinung bilden. Mir persönlich geht das deutlich zu schnell. Und dass es keine klassischen Flashpoints mehr gibt mag zwar zur Gruppenfindung recht praktisch sein, auch wenn das hauptsächlich ein Problem für DDs war, aber das geht ehrlich gesagt gar nicht. Wieso wird das nicht zusätzlich angeboten? Man möchte doch bitte wenigstens noch die Wahl haben dürfen! Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass jeder bis ins Endgame als DD levelt, weils superbequem ist, und für die späteren Inhalte keiner mehr Tank oder Heal spielen kann. Weil es doch nicht ganz ohne ist, damit erst auf Level 50 oder so anzufangen. Aber vielleicht wird ja hier auch der Anspruch deutlich gesenkt, schließlich muss man ja nicht mal mehr zwischen den klassenspezifischen Attributen unterscheiden.
WAS?
Ja, ernsthaft. Für jene, die jetzt nicht genau wissen, was gemeint ist: Das sind die Primärattibute (neben "Ausdauer") "Willenskraft", "Stärke", "List" und "Zielgenauigkeit". Die gibt es jetzt nicht mehr, sondern sie wurden zusammengefasst unter dem Begriff "Meisterschaft".
Ganz ehrlich: Mir ist die Kinnlade auf den Tisch geknallt. Und zwar so derb, dass ich mir direkt den Unterkiefer doppelt gebrochen habe. Und nen neuen Schreibtisch brauche.
Ich kann ja verstehen, wenn man Dinge sinnvoll von unnötiger Komplexität befreien möchte. Und diese Änderung ist auch für niemanden ein direkter Nachteil. Aber Herrschaften! Sind wir nicht mal dazu in der Lage, uns das Primärattribut unserer eigenen Klasse zu merken? Das eine von vieren? In meinen Augen nimmt das so unfassbar viel Spieltiefe - es hat mich schier sprachlos gemacht. Im normalen Spielablauf fällt es nicht ins Gewicht. Doch ein gewisser Anspruch darf gern da sein. Sämtlicher PVE-Singelplayer-Content ist vom Anspruch her ein einziger Witz.
Wie sich der ganze Spaß auf den Loot in Gruppeninhalten auswirkt, kann ich nicht genau sagen. Bisher sah es so aus, als erhält jeder Spieler seinen eigenen. Hoffe dabei bleibt es dann auch.
Einziger Lichtblick in dieser Hinsicht ist, dass die Sekundärattribute deutlich an Bedeutung gewonnen haben, sprich "Angriffskraft", "Verteidigung", "Schildwert", usw., und so ein wenig Komplexität zurück geben. Hier wurden lediglich "Kritischer Trefferwert" und "Wogenwert" zusammengefasst. Wie es bei den Softcaps danach aussieht, weiß ich aber noch nicht.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass die Ausrüstungsmarken nicht mehr im Spiel sind und faktisch durch "Datenkristalle" ersetzt wurden. Hier ändert sich eigentlich nur der Name und die Art und Weise, wie ihr diese als Belohnungen bekommt. Die Kosten für die Modifikationen sind ebenfalls gesunken. Aber bisher passt das soweit, denke ich.
Was definitiv sehr gut passt ist der Inhalt der KotFE-Kampagne. Hierbei handelt es sich quasi komplett um Singleplayer-Inhalt mit einer schönen Story, welche die Welt von SWTOR wahrlich bereichern und einen tiefer eintauchen lassen. Wer am Start der Geschichte angekommen ist, sollte zuvor alles Wichtige erledigt haben und vielleicht noch mal das ein oder andere Wort mit den Gefährten sprechen. Ihr werdet sie und die bisher bekannte Galaxis für eine ganze Weile nicht mehr wieder sehen. Und so heftig dieser Einschnitt klingt: Er tut dem Spiel sehr, sehr gut und bringt frischen Wind.
Zusammengefasst: Eine beachtliche Menge an Neuerungen und Änderungen, Erfreulichem wie Ärgerlichem. Trotz all der Kritik, die ich aus meiner Sicht äußern muss, habe ich derzeit wieder sehr viel Spaß am Spiel, was mich ehrlich gesagt, sehr überrascht. Einiges haben die Entwickler von BioWare jedenfalls richtig gemacht, Nachteile für den Spielfluss gibt es keine, dennoch wird für einige Spieler ihre Karriere in Star Wars: The Old Republic enden, sei es, weil ein bisschen zu viel Spieltiefe rausgenommen wurde, oder weil die Gruppeninhalte nach und nach von pullenden Maros überquillen. Für einige wird sie aber vielleicht auch richtig anfangen. Schließlich gibt es keinen besseren Moment für Stefan, gemütlich und ohne jeden Stress endlich mal einen Charakter hochzuspielen.
In diesem Sinne: Möge die Macht mit euch sein!
Euer hinsterbender
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Montag, 26. Oktober 2015
Mittwoch, 27. August 2014
Minderheiten in Games
Wer mich kennt, der weiß, dass ich großer Star Wars-Fan bin und mich ebenso für das MMORPG "Star Wars: The Old Republic" (SWTOR) begeistern kann.
In den Phasen, in denen ich wochenlang SWTOR zocke (also zwischen denen, da ich es wochenlang liegen lassse) bin ich auch sehr aktiv im Forum. Und hier fallen einem so allerlei Kuriositäten auf.
Da gibt es zum Beispiel meinen Lieblingsthread: "Die seltsamen Leute, die man in FPs trifft...". Dort gibt es immer wieder lustige Geschichten, Seltsames oder eben solches, bei dem man sich beim Lesen denkt: "Ja, das ist mir auch schon passiert."
Mit "FP" ist übrigens ein sog. Flashpoint gemeint. Das sind in SWTOR spezielle Gruppenbereiche.
Es gibt aber auch solche Threads, in denen sich über die Probleme nach irgendeinem Patch aufgeregt wird. Witzigerweise scheint ein Thread (=Thema) dafür nicht auszureichen, also machen mehrer Menschen zu ein und demselben Thema mehrerer Threads auf. Manchmal ist es auch nur einer, der nicht begreift, dass man in einem Thread mehrer Beiträge verfassen kann. Einer der User hat doch tatsächlich etwa 7 Themen erstellt und in jedem das Gleiche geschrieben bzw. Vorherformuliertes fortgesetzt.
Und dann gibt es auch im Forum eines MMORPG, also quasi der Wiege der Jugendverblödung und -fettleibigkeit, Beiträge, die sich bspw. mit der Diskriminierung von behinderten Menschen beschäftigt. Zugegeben: Das Niveau ist nicht das höchste, es ist nicht unbedingt fundiert und es gibt nunmal auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, die Arschlöcher sind. Aber es geht letztlich darum, dass es sich hierbei um einen Hilferuf handelt. Der Fakt, dass sich der behinderte TE (=Threadersteller) diskriminiert fühlt.
Besonders interessant fand ich neulich einen Beitrag, in welchem jemand eine homosexuelle Gilde suchte. (In sog. Gilden schließen sich Spieler zusammen um gemeinsam das Spiel zu erleben (sehr grob formuliert))
Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, zu fragen, warum der User (ich verwende zur Vereinfachung einfach mal salopp nur männliche Begriffe, schließe hier aber auch Frauen mit ein, bitte seht's mir nach. Ich bin zu faul, alles doppelt zu schreiben. Sollte es politisch zu unkorrekt sein, bitte darauf hinweisen. Dann nutze ich nur weibliche Begriffe) eine solche Gilde sucht (etwa zur Partnersuche?). Für mich erschloss sich der Sinn einfach nicht.
Die Antwort kam kurz danach. Er hätte negative Erfahrungen gemacht und hätte keine Lust, sich irgendwelche Sprüche anzuhören.
Absolut nachvollziehbar!
Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Weil mir so ein Verhalten nicht einfallen würde.
Für mich persönlich ist es schwer nachzuvollziehen, wie man dazu kommen sollte. Klar: In Online-Spielen tummelt sich ein sehr breites Spektrum verschiedenster Altersklassen, Intelligenzquotienten, Bildungs- und Erziehungsschichten. Doch genau hier liegt ja der Knackpunkt. Drehen wir die Reihenfolge um, erkennen wir auch direkt die Ursache, der Probleme.
In erster Linie natürlich die Eltern. Die konservative Nachkriegselternschaft ist gerade abgelöst, langsam drängt sich die mediengeile Kind-von-RTL-erziehen-lassen-Elternschaft auf.
Erziehung und Bildung sollten in einem industrialisiertem Land wie dem unseren von Anfang an moralische Werte vermitteln, also von Anfang an klar machen, dass Diskriminierung falsch ist, Intoleranz dumm. Oder umgedreht.
Doch was soll man tun? Die Eltern bekommt man nicht mehr umerzogen. Das Fernsehprogramm trivialisiert sich weiter selbst und Bildung ist in diesem Staat nicht mal einheitlich. Gleichwohl möchte ich das Problem nicht auf Deutschland beschränken. Wir sind nicht schlechter als andere. Wir meckern nur über andere Dinge.
Da Eltern natürlich auch nicht die Aktivitäten ihrer Kleinen im Netz oder allgemein am Computer überwachen können und wollen (es gibt Ausnahmen!), sind hier wohl die Spieleentwickler gefragt. Allerdings nicht nur in storyrelevanten Fragen, sondern besonders in Spielen, in denen Menschen aufeinandertreffen - also Online-Games, Spiele mit Multiplayer-Option, etc. - auf gewisse Verhaltensregeln achten sollten. Und zwar auf eine Art und Weise, die über das Blockieren von vereinzelten Schimpfwörtern im Chat hinausgehen.
Bitte nicht so, wie es eine Anita Sarkeesian tut, die mit ihrer populistischen Art ein "Feindbild Mann" erreichen will, welches nicht weniger an Diskriminierung grenzt und in ihrer Fundiertheit an den RTL-Beitrag zur Gamescom 2011 erinnert.
Der PC und das Internet sind Massenmedien, an denen niemand vorbeikommt. Die Online-Plattformen und -Spiele ein wachsender Markt. Und genau deshalb perfekt geeignet, um Werte zu vermitteln. Also haltet euch ran, Spieleentwickler - und auch User. Jeder von uns sollte gegen ein solches Verhalten vorgehen, ob es Ignorier-Funktionen sind oder Meldungen der entsprechenden Personen beim Support - nehmt euch die Zeit! Die Welt hat genug Hass, Diskriminierung und Rassismus gesehen.
Es wird Zeit, dass wir uns nicht nur technisch weiterentwickeln.
Euer hinst3rBENd3r
In den Phasen, in denen ich wochenlang SWTOR zocke (also zwischen denen, da ich es wochenlang liegen lassse) bin ich auch sehr aktiv im Forum. Und hier fallen einem so allerlei Kuriositäten auf.
Da gibt es zum Beispiel meinen Lieblingsthread: "Die seltsamen Leute, die man in FPs trifft...". Dort gibt es immer wieder lustige Geschichten, Seltsames oder eben solches, bei dem man sich beim Lesen denkt: "Ja, das ist mir auch schon passiert."
Mit "FP" ist übrigens ein sog. Flashpoint gemeint. Das sind in SWTOR spezielle Gruppenbereiche.
Es gibt aber auch solche Threads, in denen sich über die Probleme nach irgendeinem Patch aufgeregt wird. Witzigerweise scheint ein Thread (=Thema) dafür nicht auszureichen, also machen mehrer Menschen zu ein und demselben Thema mehrerer Threads auf. Manchmal ist es auch nur einer, der nicht begreift, dass man in einem Thread mehrer Beiträge verfassen kann. Einer der User hat doch tatsächlich etwa 7 Themen erstellt und in jedem das Gleiche geschrieben bzw. Vorherformuliertes fortgesetzt.
Und dann gibt es auch im Forum eines MMORPG, also quasi der Wiege der Jugendverblödung und -fettleibigkeit, Beiträge, die sich bspw. mit der Diskriminierung von behinderten Menschen beschäftigt. Zugegeben: Das Niveau ist nicht das höchste, es ist nicht unbedingt fundiert und es gibt nunmal auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, die Arschlöcher sind. Aber es geht letztlich darum, dass es sich hierbei um einen Hilferuf handelt. Der Fakt, dass sich der behinderte TE (=Threadersteller) diskriminiert fühlt.
Besonders interessant fand ich neulich einen Beitrag, in welchem jemand eine homosexuelle Gilde suchte. (In sog. Gilden schließen sich Spieler zusammen um gemeinsam das Spiel zu erleben (sehr grob formuliert))
Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, zu fragen, warum der User (ich verwende zur Vereinfachung einfach mal salopp nur männliche Begriffe, schließe hier aber auch Frauen mit ein, bitte seht's mir nach. Ich bin zu faul, alles doppelt zu schreiben. Sollte es politisch zu unkorrekt sein, bitte darauf hinweisen. Dann nutze ich nur weibliche Begriffe) eine solche Gilde sucht (etwa zur Partnersuche?). Für mich erschloss sich der Sinn einfach nicht.
Die Antwort kam kurz danach. Er hätte negative Erfahrungen gemacht und hätte keine Lust, sich irgendwelche Sprüche anzuhören.
Absolut nachvollziehbar!
Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Weil mir so ein Verhalten nicht einfallen würde.
Für mich persönlich ist es schwer nachzuvollziehen, wie man dazu kommen sollte. Klar: In Online-Spielen tummelt sich ein sehr breites Spektrum verschiedenster Altersklassen, Intelligenzquotienten, Bildungs- und Erziehungsschichten. Doch genau hier liegt ja der Knackpunkt. Drehen wir die Reihenfolge um, erkennen wir auch direkt die Ursache, der Probleme.
In erster Linie natürlich die Eltern. Die konservative Nachkriegselternschaft ist gerade abgelöst, langsam drängt sich die mediengeile Kind-von-RTL-erziehen-lassen-Elternschaft auf.
Erziehung und Bildung sollten in einem industrialisiertem Land wie dem unseren von Anfang an moralische Werte vermitteln, also von Anfang an klar machen, dass Diskriminierung falsch ist, Intoleranz dumm. Oder umgedreht.
Doch was soll man tun? Die Eltern bekommt man nicht mehr umerzogen. Das Fernsehprogramm trivialisiert sich weiter selbst und Bildung ist in diesem Staat nicht mal einheitlich. Gleichwohl möchte ich das Problem nicht auf Deutschland beschränken. Wir sind nicht schlechter als andere. Wir meckern nur über andere Dinge.
Da Eltern natürlich auch nicht die Aktivitäten ihrer Kleinen im Netz oder allgemein am Computer überwachen können und wollen (es gibt Ausnahmen!), sind hier wohl die Spieleentwickler gefragt. Allerdings nicht nur in storyrelevanten Fragen, sondern besonders in Spielen, in denen Menschen aufeinandertreffen - also Online-Games, Spiele mit Multiplayer-Option, etc. - auf gewisse Verhaltensregeln achten sollten. Und zwar auf eine Art und Weise, die über das Blockieren von vereinzelten Schimpfwörtern im Chat hinausgehen.
Bitte nicht so, wie es eine Anita Sarkeesian tut, die mit ihrer populistischen Art ein "Feindbild Mann" erreichen will, welches nicht weniger an Diskriminierung grenzt und in ihrer Fundiertheit an den RTL-Beitrag zur Gamescom 2011 erinnert.
Der PC und das Internet sind Massenmedien, an denen niemand vorbeikommt. Die Online-Plattformen und -Spiele ein wachsender Markt. Und genau deshalb perfekt geeignet, um Werte zu vermitteln. Also haltet euch ran, Spieleentwickler - und auch User. Jeder von uns sollte gegen ein solches Verhalten vorgehen, ob es Ignorier-Funktionen sind oder Meldungen der entsprechenden Personen beim Support - nehmt euch die Zeit! Die Welt hat genug Hass, Diskriminierung und Rassismus gesehen.
Es wird Zeit, dass wir uns nicht nur technisch weiterentwickeln.
Euer hinst3rBENd3r
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